§ 1 Geltungsbereich & Vertragspartner
Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen Daniel David Ovadia, CastLoop (nachfolgend „Anbieter") und Kunden (nachfolgend „Nutzer") über die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform CastLoop, erreichbar unter app.castloop.de. Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Nutzers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihnen ausdrücklich schriftlich zu.
CastLoop kann sowohl von Unternehmern im Sinne des § 14 BGB (natürliche oder juristische Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln) als auch von Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB genutzt werden. Der Nutzer gibt bei der Registrierung an, in welcher Rolle er handelt. Soweit einzelne Regelungen dieser AGB ausdrücklich nur für Unternehmer oder nur für Verbraucher gelten, ist dies an der jeweiligen Stelle kenntlich gemacht. Verbrauchern steht das gesetzliche Widerrufsrecht nach Maßgabe von § 5a dieser AGB zu.
§ 2 Leistungsgegenstand
CastLoop stellt eine cloudbasierte Content-Autopilot-Software („Software-as-a-Service" / SaaS) für das Social-Media-Publishing bereit. Der Dienst umfasst insbesondere:
- automatisierte Analyse von Video- und Audio-Inhalten des Nutzers (insbesondere YouTube-Videos, Podcasts) mittels KI;
- Erzeugung kurzer Clip-Varianten im Hochformat mit animierten Untertiteln;
- zeitgesteuerte, automatisierte Veröffentlichung dieser Clips auf den vom Nutzer verbundenen Social-Media-Plattformen: YouTube Shorts, Instagram Reels, Facebook, TikTok, LinkedIn, X (vormals Twitter), Threads;
- Clip-Recycling über 90 Tage sowie Performance-Feedback-Auswertung.
Der konkrete Funktionsumfang und die tariflichen Limits ergeben sich aus der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen Leistungsbeschreibung auf castloop.de.
§ 3 Vertragsschluss & Registrierung
Die Darstellung der Tarife auf der Webseite stellt kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots dar. Der Nutzer gibt durch Auswahl eines Tarifs und Abschluss des Bestellvorgangs ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt durch Bestätigungs-E-Mail oder Freischaltung des Kontos zustande.
Im Registrierungsprozess bestätigt der Nutzer ausdrücklich, (i) diese AGB und die Datenschutzerklärung gelesen zu haben und zu akzeptieren, und gibt (ii) an, ob er als Unternehmer (§ 14 BGB) oder als Verbraucher (§ 13 BGB) handelt. Ohne diese Angaben kommt kein Vertrag zustande.
§ 4 Preise, Fälligkeit & Zahlung
Es gelten die auf der Webseite (castloop.de/pricing) ausgewiesenen Preise zum Zeitpunkt der Bestellung. Alle Preise verstehen sich in Euro inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer von derzeit 19 %.
Umsatzsteuer: Der Anbieter weist die gesetzliche Umsatzsteuer (derzeit 19 %) aus; die USt-IdNr. ist im Impressum angegeben. Unternehmen aus dem EU-Ausland mit gültiger Umsatzsteuer-Identifikationsnummer wird die Leistung im Reverse-Charge-Verfahren ohne deutsche Umsatzsteuer berechnet (Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers, § 13b UStG / Art. 196 MwStSystRL); die USt-IdNr. wird hierfür erhoben und geprüft. Für Kunden außerhalb der EU wird keine deutsche Umsatzsteuer berechnet.
Die Abrechnung erfolgt monatlich oder jährlich im Voraus, je nach gewähltem Abrechnungsintervall. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Mollie B.V., Amsterdam. Der Nutzer kann aus den von Mollie angebotenen Zahlungsmethoden wählen. Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Dienst nach einmaliger Mahnung mit Fristsetzung zu sperren.
§ 5 Laufzeit & Kündigung
Das Abonnement läuft auf unbestimmte Zeit und kann vom Nutzer jederzeit zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums (Monat bzw. Jahr) ordentlich gekündigt werden. Bei Monatsabonnements beträgt die Kündigungsfrist somit maximal ein Monat. Die Kündigung erfolgt über die Kontoeinstellungen innerhalb der Plattform oder per E-Mail an info@castloop.de. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 5a Widerrufsrecht für Verbraucher
Ist der Nutzer Verbraucher (§ 13 BGB), steht ihm das gesetzliche Widerrufsrecht zu: Er kann den Vertrag binnen vierzehn Tagen ab Vertragsschluss ohne Angabe von Gründen widerrufen. Einzelheiten, die Rechtsfolgen sowie das Muster-Widerrufsformular ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung.
Verlangt der Verbraucher beim kostenpflichtigen Vertragsschluss ausdrücklich, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistung beginnt, und bestätigt er zugleich seine Kenntnis davon, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch den Anbieter verliert, so erlischt das Widerrufsrecht mit vollständiger Leistungserbringung (§ 356 Abs. 4 BGB). Widerruft der Verbraucher vorher, schuldet er Wertersatz für den bis zum Widerruf erbrachten Leistungsanteil (§ 357a BGB). Für Unternehmer (§ 14 BGB) besteht kein Widerrufsrecht.
§ 6 Pflichten des Nutzers
Der Nutzer verpflichtet sich, insbesondere:
- bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben zu machen und Änderungen unverzüglich zu aktualisieren;
- seine Zugangsdaten vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben;
- nur Inhalte in den Dienst einzustellen, zu deren Verbreitung er nach den jeweils geltenden Gesetzen und vertraglichen Regelungen (insbesondere Urheberrecht, Leistungsschutzrechte, Persönlichkeitsrechte, AGBs der Zielplattformen) berechtigt ist;
- die geltenden Nutzungsbedingungen der verbundenen Zielplattformen (YouTube / Google, Meta / Instagram / Facebook / Threads, TikTok, LinkedIn, X) einzuhalten;
- den Dienst nicht zu missbrauchen (insbesondere keine automatisierten Massenanfragen außerhalb der vereinbarten Tarif-Kontingente, keine Umgehung technischer Limits);
- die Zugriffstokens der verbundenen Social-Media-Konten aktuell zu halten (OAuth-Refresh).
§ 7 Content-Verantwortung & Rechte an Inhalten
Der Nutzer ist allein verantwortlich für die Inhalte, die er über CastLoop verarbeiten und veröffentlichen lässt. CastLoop ist ein technisches Werkzeug, das ausschließlich die vom Nutzer bereitgestellten Ausgangs-Inhalte (YouTube-Video-URLs, Podcast-Folgen-URLs) aufgreift, daraus Clips erzeugt und diese in seinem Auftrag veröffentlicht. Der Anbieter nimmt keine inhaltliche Prüfung vor.
Der Nutzer behält sämtliche Rechte an den von ihm bereitgestellten oder über den Dienst generierten Inhalten. Der Nutzer räumt dem Anbieter nur das einfache, zeitlich auf die Vertragslaufzeit begrenzte, weltweite Nutzungsrecht ein, das zur Erbringung der vereinbarten Dienstleistung erforderlich ist (Speicherung, Verarbeitung, KI-gestützte Analyse, Weiterleitung an die vom Nutzer ausgewählten Zielplattformen).
Der Nutzer stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die wegen der Verletzung von Rechten (insbesondere Urheber-, Leistungsschutz- oder Persönlichkeitsrechten) durch die vom Nutzer bereitgestellten Inhalte entstehen. Dies umfasst auch die Kosten einer angemessenen Rechtsverteidigung.
§ 8 Plattform-Integrationen (Dritt-APIs)
CastLoop nutzt öffentliche APIs der Zielplattformen (YouTube Data API, Instagram Graph API, Facebook Graph API, TikTok Content Posting API, LinkedIn Marketing Developer Platform, X API v2, Threads Graph API). Diese APIs unterliegen den Nutzungsbedingungen und technischen Änderungen der jeweiligen Plattform-Betreiber.
YouTube: Soweit CastLoop die YouTube API Services nutzt (insbesondere Analyse, Upload und Veröffentlichung von YouTube-Shorts), stimmt der Nutzer mit der Nutzung von CastLoop ausdrücklich zu, an die YouTube-Nutzungsbedingungen (https://www.youtube.com/t/terms) gebunden zu sein.
API-Nutzung: Bezieht der Nutzer über die CastLoop-API aus YouTube stammende Daten (z. B. Kennzahlen wie Aufrufe, Likes, Kommentare), so darf er diese ausschließlich für seine eigenen Zwecke nutzen und NICHT an Dritte weitergeben, weiterverkaufen oder unterlizenzieren.
Der Anbieter übernimmt keine Gewähr dafür, dass die Plattform-APIs jederzeit verfügbar sind oder in unveränderter Form weiterbestehen. Insbesondere haftet der Anbieter nicht für:
- Unterbrechungen, Ausfälle oder Limitierungen der Plattform-APIs;
- fehlgeschlagene Veröffentlichungen aufgrund plattformseitiger Änderungen (z. B. neue Content-Richtlinien, Rate-Limits, API-Deprecations);
- Ablehnung oder Entfernung veröffentlichter Inhalte durch die Plattform-Betreiber (z. B. Copyright-Claims, Community-Guidelines);
- Verlust von Zugriffstokens durch Passwort-Änderungen oder Plattform-Policies auf Nutzerseite.
Der Anbieter bemüht sich nach besten Kräften um einen automatisierten Re-Upload bei transienten Fehlern. Eine Erfolgsgarantie besteht jedoch nicht. Bei dauerhaft fehlgeschlagenen Veröffentlichungen werden die betroffenen Clip-Kontingente dem Nutzer in der Regel wieder gutgeschrieben.
§ 9 Verfügbarkeit
Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes, schuldet jedoch keine ununterbrochene Erreichbarkeit. Geplante Wartungsarbeiten werden — soweit möglich — vorab angekündigt. Eine Verfügbarkeitsgarantie (SLA) wird außerhalb gesondert vereinbarter Enterprise-Tarife nicht zugesichert.
§ 10 Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz und für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (sog. Kardinalpflichten — Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf) und der Höhe nach beschränkt auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.
Gegenüber Unternehmern (§ 14 BGB) ist eine Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden, Folgeschäden und Datenverlust (sofern angemessene Datensicherung zumutbar war) — soweit gesetzlich zulässig — ausgeschlossen; insoweit gelten die gesetzlichen Haftungserleichterungen für den unternehmerischen Verkehr (§ 310 Abs. 1 BGB). Gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB) gelten die vorstehenden Beschränkungen nur, soweit sie mit den zwingenden gesetzlichen Vorgaben für Verbraucherverträge vereinbar sind; im Übrigen bleibt es bei der gesetzlichen Haftung.
§ 11 Datenschutz & Auftragsverarbeitung (AVV)
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nach Maßgabe der Datenschutzerklärung.
Soweit der Anbieter im Rahmen der Dienstleistung personenbezogene Daten im Auftrag des Nutzers verarbeitet (insbesondere: Speicherung von Content-Metadaten, KI-Analyse im Auftrag des Nutzers, Veröffentlichung auf verbundenen Social-Media-Konten), gilt ergänzend der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO, der mit Vertragsschluss integraler Bestandteil dieses Vertrags wird und jederzeit auf Anforderung als unterschriebene Ausfertigung an den Nutzer ausgehändigt wird (formlose Anfrage an info@castloop.de).
Der Nutzer ist verpflichtet, seinerseits alle Pflichten der DSGVO einzuhalten, insbesondere die informierte Einwilligung bzw. andere tragfähige Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der Inhalte der von ihm ins Material einbezogenen Personen (z. B. Podcast-Gäste, Interview-Partner) sicherzustellen.
§ 12 Änderungen dieser AGB
Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies zur Anpassung an geänderte rechtliche oder tatsächliche Rahmenbedingungen erforderlich ist und die Änderungen den Nutzer nicht unangemessen benachteiligen. Die Änderungen werden dem Nutzer mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb von sechs Wochen, gelten die geänderten AGB als genehmigt. Auf dieses Widerspruchsrecht und die Bedeutung der Frist wird der Nutzer in der Mitteilung gesondert hingewiesen.
§ 13 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Erfüllungsort und — soweit gesetzlich zulässig — ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist der Sitz des Anbieters (Karlsruhe). Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hierdurch nicht berührt.